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Ein Pflegetagebuch ist ein Formular, in dem man pro Tag die Häufigkeit und den Zeitaufwand bei den verschiedenen Verrichtungen festhalten kann. Mit dieser Dokumentation ist es für Alle (MDK, Pflegekasse, Pflegeeinrichtung und Pflegebedürftiger/Angehörige) einfacher festzustellen, was im Detail tatsächlich alles gemacht wurde und wie lange es gedauert hat.
Oftmals werden beim Dokumentieren Tätigkeiten übersehen, weil sie an sich selbstverständlich sind, man kann sie auch kurz "Eh-da"-Leistungen nennen:
Beispiel:
Herr Meyer ist dement. Er sitzt mit seiner Frau am Tisch und isst selbständig. Allerdings isst und trinkt er nur das, was seine Frau ihm in einer bestimmten Anordnung hinstellt. Wenn seine Frau einmal den Tisch verlässt, hört Herr Meyer auf zu essen. Auf die Frage, ob er noch allein essen könne, würden beide wohl mit "Ja" antworten. Tatsächlich kann Herr Meyer ohne die Begleitung und Anleitung seiner Frau nicht allein essen, er hat also einen hohen Hilfebedarf im Bereich Ernähung (Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme). Seiner Frau sind ihre Hilfeleistungen gar nicht bewußt, weil sie ja "eh da " ist.
Pflegetagebuchformulare bekommen Sie von Ihrer Pflegekasse oder Ihrem Pflegedienst. Ein Pflegetagebuch sollte in der Regel für eine Woche (= 7 Tage) geführt werden, weil so auch einzelne Tätigkeiten, die nur einmal die Woche auftauchen, erfasst werden. Dem Gutachter des MDK oder der Pflegekasse sollte man sinnvollerweise eine Kopie mitgeben/zuschicken.
Leider bieten die Formulare einiger Pflegekassen oft nur vier Spalten an, so dass man hier einige einzelne Verrichtungen zusammen rechnen muss. 8 Spalten wären besser: das wäre hilfreich, beispielsweise wenn viele Toilettengänge festzuhalten sind.
Ein Ausfüllbeispiel finden Sie hier:
